Bildungsbericht Ruhr 2024
Allgemeinbildende Schulen
Primarstufe: Deutsch (Lesekompetenz) – Ergebnisse VERA 3 (Schuljahr 2022/23)
Die Ergebnisse für den Kompetenzbereich Lesen in Abbildung 3.36 zeigen, dass etwa 56 % der Drittklässler*innen in NRW den Regelstandard (KS3) erreichen beziehungsweise übertreffen. Eine regionale Differenzierung verdeutlicht, dass dies im Ruhrgebiet lediglich für 49 % der Schüler*innen zutrifft, während dieser Wert im Rheinland bei 56 % und in Westfalen bei 59 % liegt. Der Anteil der Drittklässler*innen, die den Mindeststandard im Lesen (KS2) nicht erreichen und damit die Mindestanforderungen für den Primarbereich in diesem Kompetenzbereich nicht erfüllen, liegt in NRW insgesamt bei knapp 27 %. Regional betrachtet ist dieser Wert in der Metropole Ruhr um 6 Prozentpunkte höher (33 %). Innerhalb der Metropole Ruhr (Abbildung 3.37) differiert der Anteil der Grundschüler*innen, die im Lesen den Mindeststandard verfehlen: Während im Kreis Wesel der Anteil mit 24 % am niedrigsten ist, weisen die Großstädte Duisburg (46 %) und Gelsenkirchen (45 %) die höchsten Anteile auf, was eine Differenz von rund 23 Prozentpunkten bedeutet.
Primarstufe: Mathematik – Ergebnisse VERA 3 (Schuljahr 2022/23)
Die Ergebnisse für die mathematische Bildung zeigen, dass etwa 48 % der Drittklässler*innen in NRW den Regelstandard (KS3) im Kompetenzbereich Größen und Messen sowie etwa 50 % im Kompetenzbereich Zahlen und Operationen erreichen oder übertreffen. Im Ruhrgebiet fällt dieser Anteil mit 41 % deutlich niedriger aus, während Rheinland und Westfalen (jeweils ohne MR) etwa im NRW-Durchschnitt liegen.
Der Anteil der Drittklässler*innen, die den Mindeststandard in Mathematik (KS1) nicht erreichen und damit die Mindestanforderungen im Primarbereich verfehlen, liegt in NRW bei durchschnittlich 25 % im Kompetenzbereich Größen und Messen (GM) und bei 28 % im Kompetenzbereich Zahlen und Operationen (ZO). Innerhalb der Metropole Ruhr (Abbildung 3.39 und 3.40) sind deutliche Unterschiede festzustellen: Im Kreis Wesel ist dieser Anteil mit 21 % (GM) und 27 % (ZO) am geringsten, während der höchste Anteil in den Großstädten Duisburg (GM: 42 %, ZO: 51 %) und Gelsenkirchen (GM: 43 %, ZO: 49 %) vorliegt, was Differenzen von über 20 Prozentpunkten ergibt.