Bildungsbericht Ruhr 2024

Allgemeinbildende Schulen

Prof. Dr. Gabriele Bellenberg
Prof. Dr. Christian Reintjes
Dr. PH Sabine Wadenpohl

Deutliche Unterschiede bei den Förderquoten zwischen den Geschlechtern

Die FörderquoteDie Förderquote bezeichnet den Anteil der Schüler*innen mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf an allen Schüler*innen der allgemeinbildenden Schulen, unabhängig davon, welche Schulform – inklusive allgemeine Schulen oder Förderschule – die jungen Menschen besuchen. Für den Bildungsbericht Ruhr werden die Förderquoten der Jahrgangsstufen 4 und 5 berechnet, da in diesen Jahrgängen die AO-SF-Verfahren in der Regel abgeschlossen sind.Förderquoten im Bereich der Lern- und Entwicklungsstörungen zeigen im Ruhrgebiet auf kommunaler Ebene vergleichbare genderspezifische Tendenzen. So ist die Förderquote der Jungen höher als die der Mädchen. Bei beiden Geschlechtern ist zudem ein leichter Anstieg der Förderquote Sprache zu beobachten. Im Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung ist die Förderquote bei den Jungen hingegen leicht gesunken (Abbildung 3.28).

Die Entwicklung der FörderquoteDie Förderquote bezeichnet den Anteil der Schüler*innen mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf an allen Schüler*innen der allgemeinbildenden Schulen, unabhängig davon, welche Schulform – inklusive allgemeine Schulen oder Förderschule – die jungen Menschen besuchen. Für den Bildungsbericht Ruhr werden die Förderquoten der Jahrgangsstufen 4 und 5 berechnet, da in diesen Jahrgängen die AO-SF-Verfahren in der Regel abgeschlossen sind.Förderquote Lernen weist eine bemerkenswerte Diskrepanz zwischen den Geschlechtern auf. Der Anstieg ist bei den Mädchen deutlich stärker ausgeprägt als bei den Jungen, sodass Mädchen im Schuljahr 2022/23 eine höhere Förderquote aufweisen als Jungen. Im interkommunalen Vergleich zeigt sich jedoch eine derart heterogene Entwicklung (Abbildung 3.29), dass die Frage aufgeworfen werden muss, ob die Förderquote Lernen tatsächlich genderspezifische Unterschiede widerspiegelt oder ob sie vielmehr von der unterschiedlichen Praxis bei der Einleitung der AO-SF-Gutachten beeinflusst wird.

Förderbedarf bei unterschiedlicher Staatsangehörigkeit muss differenziert betrachtet werden

In der Zeitreihe wird deutlich, dass im Förderbereich Lernen der Anstieg der FörderquoteDie Förderquote bezeichnet den Anteil der Schüler*innen mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf an allen Schüler*innen der allgemeinbildenden Schulen, unabhängig davon, welche Schulform – inklusive allgemeine Schulen oder Förderschule – die jungen Menschen besuchen. Für den Bildungsbericht Ruhr werden die Förderquoten der Jahrgangsstufen 4 und 5 berechnet, da in diesen Jahrgängen die AO-SF-Verfahren in der Regel abgeschlossen sind.Förderquoten bei nicht deutschen Schüler*innen nach den Jahren der hohen Zuwanderung 2015/16 einsetzt (Abbildung 3.31). Auf kommunaler Ebene weisen die Förderquoten und deren Entwicklung ausgeprägte Spannweiten auf (Abbildung 3.32). Die dargestellten Entwicklungen werfen die Frage auf, ob im System der allgemeinen Schulen ausreichend Ressourcen und vergleichbare pädagogische Konzepte für eine Integrationspädagogik zur Verfügung stehen oder ob es zu einer Fehlsteuerung hin zur Sonder- und Behindertenpädagogik kommt.

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