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Bildungsbericht Ruhr 2020

Berufliche Bildung

Dr. Sirkit Krone
Dr. Sirikit Krone
Berufliche Bildung
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Bildungsbericht Ruhr 2020
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Matchingprobleme in der dualen Ausbildung, konstantes Angebot an BKs bei sinkender Nachfrage, erfolgreiche Schüler*innen im Gesundheitswesen

Das Angebot an dualen Berufsausbildungsplätzen hat sich im Berichtszeitraum im Ruhrgebiet (ähnlich wie in ganz NRW) zu Gunsten der Nachfrager*innen entwickelt.

Trotzdem stieg die Zahl der unversorgten Bewerber*innen an, was einen deutlichen Hinweis auf ein Matchingproblem gibt. Die Anzahl derjenigen, die eine duale Ausbildung antraten, ist leicht gesunken. Dies gilt ebenso für den Frauenanteil, demgegenüber ist die Quote derjenigen, die einen Migrationshintergrund haben, gewachsen.

Die Zahl der Auszubildenden mit einem neu abgeschlossenen Ausbildungsvertrag ist im Zeitraum zwischen 2013 und 2018 in der Metropole Ruhr um 3,2 % zurückgegangen, landesweit lag dieser Rückgang bei 2,5 %.

Deutlich wird ein Trend hin zu höheren Schulabschlüssen bei denjenigen, die eine duale Berufsausbildung aufnehmen, ähnlich wie im gesamten Bundesgebiet. Gerade die Zahl derjenigen, die mit einem Hauptschulabschluss die Schule verlassen und in eine duale Berufsausbildung einmünden, ist in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen, wohingegen die Relevanz derjenigen, die über einen (Fach-)Hochschulabschluss verfügen, entsprechend gestiegen ist.

Die Zahl der Teilnehmer*innen an den Abschlussprüfungen ist gesunken, davon bestehen im Durchschnitt etwa 88 Prozent diese Prüfungen. Frauen sind mit einem Anteil von 90 Prozent etwas erfolgreicher als die männlichen Prüflinge (86 Prozent).

Die Zahlen vorzeitig gelöster Ausbildungsverträge ist seit Jahren etwa konstant hoch, wobei von diesen etwa jede dritte Ausbildung bereits in der Probezeit vorzeitig beendet wird.

Das Angebot an schulischen Ausbildungsgängen an Berufskollegs liegt seit Jahren auf einem konstanten Niveau. Insgesamt zeigt sich bei der Entwicklung der Schüler*innenzahlen in diesen Bildungsgängen ein Rückgang im Berichtszeitraum, insbesondere für die Kombination aus Berufsabschluss und allgemeine Hochschulreife. Die angestrebten schulischen Qualifikationen wurden über den gesamten Zeitraum 2013 bis 2018 von dem überwiegenden Anteil der Abgänger*innen (zwischen 90 % und 100 %) erreicht.

Bildungsgänge in Schulen des Gesundheitswesens wurden im Berichtszeitraum flächendeckend im Ruhrgebiet angeboten. Die Zahl der Schüler*innen ist seit Jahren etwa konstant, wobei der Anteil der Frauen knapp ¾ beträgt. Die Zahl der Ausländer*innen ist um etwa 20 % zwischen den Schuljahren 2012/13 und 2018/19 gestiegen. Die Absolvent*innen in diesen Bildungsgängen sind sehr erfolgreich, die Quote der erfolgreichen Abschlüsse liegt im gesamten Berichtszeitraum bei etwa 95 %, wobei die Frauen überdurchschnittlich gut abschneiden und die Quote bei der Gruppe der Ausländer*innen kontinuierlich unter dem Durchschnitt liegen.

Wenn nichts anderes angegeben ist, beziehen sich die Werte in den Grafiken auf das Jahr 2018.


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